Cowboy Coding for Health

20.12.19

Digital Innovation Lab

Wie wird aus einem metergroßen Roboter ein Begleiter für Menschen und potenzieller Lebensretter? Vor dieser Aufgabe standen wir als 10-köpfiges Entwicklerteam. Anstatt einen Kunden zu beraten, investierten wir zwei Tage, um das Konzept eines Pflegeroboters cloudfähig zu machen und so Ärzte, Angehörige und Patienten direkt miteinander zu vernetzen. Alles natürlich skalierbar und mit intelligenten Algorithmen für die Anomalieerkennung.

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Das Motto: Start before you’re ready

Nach einem kurzen Brainstorming innerhalb unserer Gruppe stand fest, für welche Zielgruppe das Dashboard erstellt werden soll: Wir schlüpfen in die Schuhe der Leitung eines Pflegeheimes, welche auf den ersten Blick alle akut hilfsbedürftigen Personen erkennt und auf den zweiten Blick den Gesundheitsstatus der Personen erfährt. 

“Start before your’re ready” beschreibt Alexandra Rohen die Projektdurchführung. Obwohl noch gar nicht alle Fakten über den Roboter bekannt sind, begannen wir mit der Entwicklung. Das entspricht weniger einem klassischen Projektmanagement, als mehr einem Cowboy Coding: Die Entwickler bestimmen selber die Tools und die Herangehensweise an die Herausforderung. Das bedeutet einerseits Freiheit, um selber das Vorgehen und die Priorisierung festzulegen. Anderseits funktioniert es nur, wenn die Entwickler häufig miteinander kommunizieren, damit alle gemeinsam an einem Strang ziehen. 

Robotics meets Data Hackathon

Die Lösung liegt in der Cloud

Die finale Lösung entwickelten wir über die Cloud-Plattform Azure, da direkt die notwendigen Services gestartet werden und innerhalb der Ressourcengruppen verknüpft werden können. Der Azure IoT Hub empfängt Daten direkt vom Robotor. Die Sensordaten werden mittels einem IoT-Hub Trigger der Azure Functions App empfangen und den verschiedenen Komponenten bereitgestellt. Die Verarbeitung baute Stefan Schindler auf, der neben seiner Arbeit bei INFOMOTION Informatik im Master studiert. “Den initialen Aufbau der Pipeline haben wir in einem Nachmittag erreicht. Das ist nur über die Cloud möglich, da allein die Hardwarebeschaffung sonst auch mal Wochen dauern kann.” Primär werden die Daten in eine SQL-Datenbank eingepflegt, sodass diese dort mit weiteren Informationen zum Patienten abrufbar sind. Auf diese Datenbank greift ein PowerBI Bericht zu und ermöglicht es, die Daten der jeweiligen Patienten einzusehen. Auch Livedaten können angezeigt werden, da neben dem IoT-Hub Trigger die Daten ebenfalls an ein Streaming-Dienst innerhalb von PowerBI gesendet werden 

Lucas Mariano, der als methodischer Spezialist den Hackathon begleitete, sieht die Entwicklung im Rahmen eines Hackathons als Zukunftstmodell: “Es ist erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit ein Prototyp im Hackathon erstellt wird. Die Begeisterung dabei ist ansteckend!”