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09.03.22

Digital Nomads

Die Zukunft der Arbeit hat begonnen: In den letzten zwei Jahren hat sich die Arbeitswelt massiv verändert und der Trend zum Homeoffice, virtuellen Teams und Videokonferenzen wird sich in den kommenden Jahren noch weiter verstärken. Und dann ist da noch ein Begriff, dem man mehr und mehr begegnet – „Digital Nomad“. Bei INFOMOTION wurde das Arbeiten aus anderen Regionen individuell schon länger ausgelebt, und nun wird es mit der Initiative „Digital Nomads @ INFOMOTION“ auch fest in die Unternehmenskultur integriert.

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WIESO MEIN HERZ FÜR DIESE INITIATIVE SCHLÄGT

Dafür sollte ich mich wohl kurz vorstellen: Mein Name ist Hannes, ich bin Ü40 und mein Zuhause ist da wo das Meer rauscht. Die Reiseleidenschaft wurde mir wohl schon in die Wiege gelegt. Ich habe auch immer zahlreiche berufliche wie private Möglichkeiten bekommen, viele Länder und Kulturen zu erleben. Zuletzt hatte ich mir vor meinem Jobwechsel zu INFOMOTION eine Sabbatical-Auszeit genommen, die INFOMOTION schon damals aktiv unterstützte und somit noch einige Monate auf meinen Arbeitsbeginn wartete. Am intensivsten aber habe ich Auslandserlebnisse immer durch die Kombination aus Fernreisen mit Arbeit vor Ort empfunden. Ich habe in meiner Karriere das Arbeitsleben von verschiedenen Ländern und Kontinenten aus erleben dürfen, immer mit großartigen Kolleginnen und Kollegen um mich herum, an fremden Orten, mit neuen Kulturen und doch vertraut im gewohnten Arbeitsalltag. Diese Erfahrungen auch bei INFOMOTION selbst und für Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen, das ist mein – nicht ganz uneigennütziger – Antrieb für die Gründung unserer Initiative „Digital Nomads @ INFOMOTION“. 

WAS VERBIRGT SICH HINTER DIESER INITIATIVE UND AN WEN RICHTET SIE SICH

Die Optionen sind so vielfältig, wie wir sie selbst gestalten: Roadtrip zusammen mit Kolleginnen/Kollegen am Balkan im Sommer, Coworkation bei verlängerter Familienreise im spanischen Frühling, allein reisend den Spätsommer in Skandinavien zwischen Coworking-Kultur und unberührter Natur genießen oder ein Integrated Sabbatical in großer Gemeinschaft im Winter in Afrika erleben. Das Integrated Sabbatical ist eine Erfindung von uns selbst und bedeutet die Integration von Sabbatical-Mehrwerten durch Reisen in ferne Länder mit spannenden Kulturen in die normale Arbeitswelt, indem wir den Arbeitsort einfach dorthin verlagern. Alles ist möglich, solange man in den Projekten in der gewohnt guten Art und Weise weiter mitarbeiten, Sicherheitsstandards einhalten und an Terminen teilnehmen kann. Dafür ist es entscheidend, dass sich ein Digital Nomad vorab gut mit seinem Umfeld abstimmt und von allen Seiten die Zustimmung erfährt – vom Kunden, dem Projektteam, vom Management, und auch nicht zu unterschätzen: von privater Seite.

Die Anerkennung und Flexibilität mobilen Arbeitens wurde durch die Pandemie unfassbar beschleunigt und wird es uns fortan erleichtern, spannende Arbeitserlebnisse an neuen Orten – bei gleichbleibender Produktivität – zu erfahren. Unsere Initiative gibt jedem Digital Nomad bei uns den Freiraum, seine Arbeitswelt ganz im Sinne von New Work selbst zu gestalten und zu entwickeln. Arbeiten im Ausland ermöglicht eine viel intensivere Erfahrung und Entdeckung des Ziellandes und dessen Kulturen als es ein Urlaubstrip oder eine Sabbatical-Zeit vermögen. Das kann ich aus eigener Erfahrung gut bewerten.

Die Initiative euphorisiert vom ersten Moment an alle reisefreudigen, abenteuerlustigen und kulturoffenen Menschen. Und weil genau das nun mal sehr viele von uns sind, versuchen wir die Angebote für möglichst alle Rahmenbedingungen, die die Menschen in unserem Umfeld mitbringen – ob Studierende, ob Familienoberhaupt, ob alleine oder mit Partner, ob jung oder alt, ob Einsteiger oder alter Hase unseres Business, ob Fernreise oder europäische Hotspots – zu verwirklichen. Letztlich ist es der innere Drang von vielen Menschen abseits des Alltagsumfelds an außergewöhnlichen Orten zu sein, zu leben – und warum nicht – auch zu arbeiten. 

WIESO MAN DAZU NICHT „NEIN“ SAGEN KANN

  1. Das Zusammenfinden, der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Hilfestellung mit Gleichgesinnten in unserer New Work-Kultur 
  2. Die aktive Unterstützung und die Freiheitsgrade bei INFOMOTION sind unfassbar motivierend und auch eine Absicherung bei der individuellen Planung von Digital Nomad Trips
  3. Nicht zu unterschätzen ist, dass man als Digital Nomad voll integriert bleibt – man kann die Kunden und Projekte weiter betreuen, bekommt sein Gehalt inklusiver variabler Bestandteile und bleibt eng mit dem Team verbunden. Wer längere Auszeiten in Sabbatical, Elternzeit oder aus anderen Gründen hatte, wird sich erinnern, wie man letztlich dann doch die Arbeit und sein Arbeitsumfeld vermisst – bei INFOMOTION zumindest ist das so. Die Mehrwerte des Arbeitsalltags sind nicht zu unterschätzen und genau diese nimmt man in die Ferne mit. 

Auch aus Unternehmenssicht kann man mit dem Modell nur gewinnen: Die Produktivität der Digital Nomads ist während der Auslandserfahrung (fast) unverändert und vor allem wird der Akku während dieser Zeit für die Rückkehr in den Alltag vor Ort mit einer Langzeitladung versehen. INFOMOTION ist es wichtig, dass Mitarbeitende richtig Urlaub machen, Abstand von der Arbeit gewinnen, sich erholen. Wer das als Digital Nomad macht, gewinnt für sich zusätzlich zum Urlaub noch mehr Zeit an seinen Lieblingsorten. Für INFOMOTION und die Kunden verändert sich durch die vorübergehende Arbeit aus dem Ausland so gut wie nichts, währenddessen ein längerer Ausfall durch ein Sabbatical, Krankheit wegen Alltagsüberlastung oder eine Kündigung wegen unerfüllter Sehnsucht nach neuen Abenteuern ungleich schwieriger für den Arbeitgeber zu kompensieren ist. Das Ausleben von Digital Nomad Erfahrungen ist Teil unserer Unternehmenskultur und wir wollen die Freiheiten, die uns unsere Arbeitswelt ermöglicht, nutzen.

Unsere Sorgen, dass Kunden sich damit unwohl fühlen würden, waren spätestens nach den ersten Live-Meetings mit Palmen- und Strandblick vergangen. Ganz im Gegenteil, wir erhielten viel Zuspruch und wurden sogar angefragt, das Modell auch für einen Kunden anzubieten. Durch die Pandemie fällt es jetzt vielen Menschen leichter, sich die Remote-Arbeit aus anderen Ländern vorzustellen, die mentale Einstiegshürde ist deutlich gesunken. Ich merke dies besonders an der stark gestiegenen Nachfrage an INFOMOTION Angeboten rund um Coworkation und an der gut gefüllten Teilnehmerliste für die nächsten Integrated Sabbaticals in Namibia und künftig auch in Europa.

DIE PLÄNE DES DIGITAL NOMADS HANNES UND „WAS DA NOCH KOMMT“

Wie sieht meine persönliche Digital Nomad Planung aus? Im Sommerhalbjahr halte ich mich vorwiegend regional auf. Mit den Seehunden teile ich mir die Nordsee vor meiner Bulli Tür und das Van Life kombiniert mit einem guten Arbeitsplatz im Coworking Space sind genau richtig von Mai bis Oktober. Ach nein, im Juni findet ja das erste Auslandscamp für das INFOMOTION Traineeprogramm Cloud Data Consulting statt. Wir wissen noch nicht, in welchem Land es sein wird, aber bei allen zur Auswahl stehenden Orten, ist für mich klar, dass ich auf jeden Fall für eine Arbeitswoche vorbeischauen will. Im Spätherbst will ich dann mit einigen Kollegen Israel erkunden, ca. zwei Wochen Coworkation in Kombination mit zwei Wochen Urlaub in Tel Aviv und Jerusalem. Und dann steht ab Januar auch schon das nächste Integrated Sabbatical an. Dieses Mal wird es mich und 10 Gleichgesinnte nach Namibia ziehen. Zuletzt mussten wir es Covid-bedingt leider sehr kurzfristig (5 h vor Abflug) absagen, aber auch das gehört zum Digital Nomad Leben dazu, flexibel bleiben, Safety First und einfach direkt für die nächste Auslandstour die Initiative ergreifen.

Wenn mich jemand fragen würde, „Hannes, es heißt die Zukunft der Arbeit hat begonnen, aber was glaubst Du, wie die Arbeitswelt im Jahre 2100 aussieht?“ Puh, so weit nach vorne kann ich alter grauhaariger Typ gar nicht blicken. Aber was mich in den letzten Jahren zunehmend begeistert, ist die neue, sehr junge Generation Consultants – weltoffen, sozial und klar fokussiert. Diese jungen Menschen, sind genau die, die aus den Möglichkeiten von New Work auch wirklich „Better New Work“ machen. Durch diese Generation wechselt der Fokus auf nachhaltiges Reisen ohne den großen Firmenwagen, virtuelles Zusammenarbeiten von verschiedensten Orten auf der Erde und ganz viel Zusammensein mit Arbeitsevents und auch wenn ich zunehmend grauhaarig bin, werde ich da voll mitmischen und freue mich auf das, „was da noch kommt“. 

Weiterführende Informationen

Autor

Hannes Boyksen

Business Unit Manager

Hannes Boyksen studierte Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum mit Fokus auf Wirtschaftsinformatik und Marketing. Ab 2006 verantwortete er als SAP Consultant bei arvato Systems das Management von Großkunden über den gesamten Software-Lebenszyklus. Seit Anfang 2016 leitet Hannes Boyksen bei INFOMOTION die Abteilung Business Services, die die Bereitstellung verschiedener Service-Modelle vom Support in Betrieb und Weiterentwicklung im klassischen AMS bis zum XaaS-Modell fokussiert. Er ist Initiator der INFOMOTION Initiative „Digital Nomads“ und ein Digital Nomad mit Leib und Seele.

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