People Analytics: Personalentscheidungen auf Daten stützen

Langfristig und geplant das richtige Personal zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort haben: Um dieses Ziel zu erreichen, hilft es, zu wissen, welche Fähigkeiten mittelfristig wichtig werden, wie sich die Personalkosten entwickeln werden, wie gut die Gewinnung von Mitarbeitern funktioniert und unter welchen Bedingungen sich Mitarbeiter im Unternehmen besonders wohl fühlen. People Analytics schafft eine Basis dafür, Personalentscheidungen mit validen Zahlen und Analysen zu unterlegen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und die Unternehmensstrategie entscheidend zu unterstützen.

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Warum Sie sich mit People Analytics beschäftigen sollten

Viele Branchen befinden sich mitten in der Transformation, sei es durch fundamentale Umbrüche wie in der Automobilindustrie oder durch Umsatzrückgänge aufgrund der Corona-Pandemie wie in der Luftfahrt- und Reisebranche oder dem Handel. Ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, zeigt sich besonders, wie wichtig es ist, die richtigen Mitarbeiter an Bord zu haben. Doch nicht nur dann: 

Christine Balzer

Immer wenn Manager entscheiden, ihre Strategie anzupassen, ist es essentiell, die eigenen Mitarbeiter einschätzen zu können, die Fähigkeiten und Defizite von Teams zu kennen und eine klare Strategie für das „Humankapital“ zu entwickeln.

Christine Balzer, Manager INFOMOTION

Allerdings werden Personalentscheidungen oft aus persönlicher Erfahrung und den Neigungen des jeweiligen Entscheiders heraus getroffen. People Analytics hingegen misst Personalkennzahlen kontinuierlich und untermauert Entscheidungen anhand von konkreten Zahlen. Das macht es Unternehmen leichter, Personalentscheidungen und -strategien mit den Geschäftszielen in Einklang zu bringen. 

Folgende Gründe machen People Analytics aktuell zu einem der wichtigsten strategischen Themen:

  • Fachkräftemangel: Unternehmen befinden sich in einem „War of talents“. Umso wichtiger ist es, zu analysieren, welche Qualifikationen und Fähigkeiten im eigenen Unternehmen für den künftigen Erfolg wichtig werden, um dann gezielt geeignete Fachkräfte gewinnen zu können.
  • Fluktuation: Gerade aufgrund eines engen Arbeitsmarktes ist es umso wichtiger, Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden, sie gezielt zu fördern und ihnen immer neue Perspektiven zu offerieren.
  • Wachstumsstrategie: Besonders für erfolgreiche und expandierende Unternehmen ist die Entwicklung und Rekrutierung von Personal entscheidend. Dafür müssen nicht nur Personalmanagement und Unternehmensstrategen eng zusammenarbeiten. People Analytics trägt durch datenbasierte Vorhersagen zusätzlich dazu bei, herauszufinden, welche Kompetenzen besonders gefördert oder durch Rekrutierung neuer Mitarbeiter ins Unternehmen geholt werden müssen.

Welche Szenarien sind im Unternehmen häufig anzutreffen?

Im Unternehmensalltag werden People Analytics-Tools häufig eingesetzt, um

  • nötige Kompetenzen im Unternehmen zu identifizieren und damit die Gewinnung neuer und geeigneter Mitarbeiter zu unterstützen, 
  • Verhaltensmuster zu analysieren, die auf eine hohe Bindung eines Mitarbeiters ans Unternehmen schließen lassen.
  • die Entwicklung von Personalkosten anhand von verschiedenen Szenarien zu simulieren. 

Algorithmen sind in der Lage, große Datenmengen zu durchforsten, auf Unregelmäßigkeiten hin zu untersuchen, Muster zu erkennen oder Prognosen daraus abzuleiten. Das bietet Unternehmen folgende Potenziale: 

People Analytics Potenziale
  • Fluktuation gering halten: Algorithmen erkennen, bei welchen Führungskräften Mitarbeiter besonders gefördert werden, und in welchen Abteilungen die Fluktuation sehr gering ist. Manager haben die Chance, gerade jene Mitarbeiter zu fördern, die kurz davor stehen, den nächsten Karriereschritt zu machen und können ganz gezielt passende Anstöße geben – auf Basis valider Daten. 
  • Bindung an das Unternehmen verbessern: Über die Datenanalyse lassen sich Verhaltensmuster von speziellen Mitarbeiterclustern finden. Die Personalabteilung erkennt, wann es sinnvoll ist, etwa für ältere Mitarbeiter Bindungsprogramme aufzusetzen, besondere Weiterbildungen zu ermöglichen oder Arbeitszeiten zu flexibilisieren. Ob die Gründung einer Familie, die Pflege der Eltern oder die Vorbereitung auf einen Marathonlauf: Je nachdem, in welcher Lebensphase sich Mitarbeitende befinden, sollte das Unternehmen individuelle Angebote unterbreiten können.
  • Personalbudget präzise vorhersagen: Beförderungen, Fluktuationen, Neueinstellungen und die Altersstruktur haben Auswirkungen auf das Personalbudget. Wann gehen Mitarbeiter in den Ruhestand, mit wie vielen Beförderungen ist zu rechnen und wo gibt es künftig Wissenslücken und damit den Bedarf, neue Mitarbeiter einzustellen? Viele Variablen sind zu berücksichtigen, um die Entwicklung der Personalkosten anhand von People Analytics-Tools treffsicher simulieren zu können. 
  • Die richtigen Mitarbeiter suchen und finden: Auf Basis dieser Prognosen lassen sich Jobprofile besser planen und so die Rekrutierung neuer Mitarbeiter unterstützen, das Personal gezielter fördern und das Unternehmen krisenfester gegen Umbrüche machen.

3 Entwicklungsstufen: Die Evolution von People Analytics im Unternehmen

So entwickeln wir People Analytics im Unternehmen: 

People Analytics Phasen
  • Über HR-Kennzahlen den Status Quo erfassen: Auf Basis von Daten etwa über die Performance und Fehlzeiten von Mitarbeitern, der Alterstruktur der Belegschaft oder Mitarbeiterfluktuation lässt sich eine Personal- und Personalkostenplanung aufsetzen.
  • Ursachen analysieren und Prognosen erstellen: Auf Basis von historischen Daten ist es möglich, Entwicklungen nachzuvollziehen und vorherzusagen.
  • Strategische Entscheidungen vorab simulieren: Personal- und Unternehmensstrategie wachsen zusammen, denn Entscheidungshilfen werden auf Basis von Data Mining und statistischen Vorhersagemodellen immer präziser.

Erst wenn im Unternehmen der Reifegrad bestimmt und die Prioritäten klar sind, beispielsweise Dashboards für die Entwicklung von Personalkosten, zur Analyse von Mitarbeitern oder zur Personalbeschaffung priorisiert sind, kommt die Technik ins Spiel und die Auswahl der Technologie beginnt. 

Das Besondere bei INFOMOTION: Wir verknüpfen Fach- und Technologiekompetenz und bringen fundierte Erfahrung aus dem Personalmanagement wie auch Technikexpertise in die Projekte mit ein. Auf Basis von Best Practices wurden zudem bereits Templates für Reporting, Analyse und Planung entwickelt, die wir nun als Implementierungsbeschleuniger einsetzen.

Weiterführende Informationen

Ihr Ansprechpartner

Christine Balzer

Manager

T +49 69 56608-3000

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